stottern und poltern

Stottern und Poltern

Stottern und Poltern sind Störungen des Redeflusses.

Stottern:

Beim Stottern kommt es zu Unterbrechungen des Redeflusses, die den Sprecher scheinbar unkontrollierbar überfallen. Die Symptomatik des Stotterns ist sehr vielfältig und reicht von Wort-, Silben- oder Lautwiederholungen über Verzögerungen und Dehnungen, bis hin zu regelrecht krampfartigen Blockaden. Mitbewegungen der Gesichtsmuskeln, des Kopfes oder sogar des ganzen Körpers können als vergebliche Versuche hinzukommen, die Blockade zu überwinden.

In der Therapie lernt der Betroffene, dass er seinem Stottern nicht hilflos ausgesetzt ist, sondern dass er es verändern und kontrollieren kann, wenn er die genauen Symptome angstfrei wahrnimmt. Ein neuer, möglichst flüssiger, "unverkrampfter" Sprechstil wird erarbeitet, trainiert und im Alltag etabliert.

Poltern:

Das Hauptmerkmal des Polterns ist das hohe Sprechtempo: Das Sprechen wirkt hastig und überstürzt. Silben werden nicht deutlich ausgesprochen oder ganz ausgelassen. Seltener kommt es zu Symptomen, die dem Stottern ähneln, wie hastige Wort- und Satzteilwiederholungen. Oftmals ist dem Betroffenen selbst das Poltern gar nicht bewusst; eher wird er schlecht verstanden oder auf sein Sprechen angesprochen, weil der Kommunikationspartner es anstrengend findet, ihm über längere Zeit oder am Telefon zuzuhören.

Bei der Behandlung des Polterns steht die Rhythmisierung des Sprechens im Vordergrund. Auch hier muss die Symptomatik zunächst wahrgenommen werden. Die Koordination von Atmung, Stimme und Artikulation, sowie der Einsatz von Betonung und Akzentuierung werden erlernt, trainiert und im Alltag etabliert.