stottern

Stottern und Poltern

Stottern und Poltern sind Störungen des Redeflusses.

Poltern:

Hauptkennzeichen des Polterns ist die hohe Sprechgeschwindigkeit. Auffällig sind häufige Auslassungen und Verschmelzungen von Lauten und Silbenfolgen. Das Sprechen wirkt überstürzt und schlecht verständlich. Zusätzlich können auch hastige Wort- und Satzteilwiederholungen auftreten.

Beispiele:
Schmeling statt Schmetterling
"Der Peter hat morgen, hat morgen Geburtstag."

Therapie:
Da das polternde Kind seine Symptome in der Regel nicht selbst wahrnimmt, sondern nur durch Lehrer, Freunde oder Angehörige auf sein hastiges und holpriges Sprechen hingewiesen wird, soll es zunächst auf spielerische Art und Weise erlernen, seine Symptome wahrzunehmen. Eine Veränderung des Sprechverhaltens wird erlernt, eingeübt und in den Alltag übertragen.


Stottern:

Beim Stottern ist der Redefluss regelrecht unterbrochen. Die Sprechgeschwindigkeit ist normal. Laute, Silben oder Wörter wirken wie blockiert und werden in die Länge gezogen oder scheinbar unkontrolliert wiederholt. Das Sprechen ist oft anstrengend und nicht selten angstbesetzt.

Beispiele:
Blockaden "Kkkkkkannst du mir den Ball geben?
Dehnungen " Ich haaaaabe keine Zeit"
Wiederholungen "Ma-Ma-Mama, ha-ha-hast du meine Uhr ...?

Therapie:
Direkte und indirekte Therapiebausteine sind Bestandteil der Therapie kindlichen Stotterns. Selbsterfahrung und Entspannungstechniken für Kinder kommen ebenso zum Tragen wie die Erarbeitung alternativer, flüssiger Sprechmuster und ein „souveräner“ Umgang mit der Redeunflüssigkeit.